ÜBERGEWICHT
ist nur ein
SYMPTOM
Du weisst, dass ein Burger mehr Kalorien hat als Salat
Es geht also nicht um fehlendes Ernährungswissen
Du stehst in der Früh auf, pflegst dich und gehst zur Arbeit
Es geht also nicht um mangelnde Disziplin
Du weisst alles, was du wissen musst um abzunehmen…
… schaffst es aber trotzdem nicht
Das war ich
Ich hatte starkes Übergewicht – und war verzweifelt.
Tief in mir wusste ich: Diäten sind keine Lösung. Sie unterdrücken nur Symptome, lösen aber nicht das eigentliche Problem.
Und trotzdem fragte ich mich ständig: „Warum schaffe ich es nicht?"
Die Selbstgespräche, in denen ich mich fertig machte – warum ich schon wieder „gefressen" hatte, warum ich es einfach nicht hinbekomme – die kennst du sicher auch.
Dann kam dieser eine Moment: Ich beobachtete meinen Mann beim Essen. Er hat schon immer Idealgewicht – ohne Kalorienzählen, ohne Verzicht, ohne Anstrengung.
Was machte er anders?
Er aß, wenn er Hunger hatte. Er hörte auf, wenn er satt war. Und er aß das, worauf er wirklich Lust hatte – ganz intuitives Essen.
Warum konnte ich das nicht?
Da wurde mir klar: Ich aß aus allen möglichen Gründen. Nicht nur aus körperlichem Hunger.
Mein Essverhalten wurde emotional gesteuert.
Mein Essverhalten wurde emotional gesteuert.
Aber warum?
Was war mit mir passiert?
Wir kommen mit einem intuitivem Essverhalten auf die Welt
Als Kinder wissen wir genau, wann wir hungrig sind – und wann nicht.
Wir essen, wenn der Körper es verlangt – und hören auf, wenn er genug hat.
Kein Kalorienzählen. Keine Unterteilung in gute und schlechte Nahrung. Kein schlechtes Gewissen.
Doch dann wird essen irgendwann mehr als Nahrung
Ein Lolli nach dem Weinen. Schokolade, wenn wir still sind. Essen wird zur Belohnung, zur Ablenkung, zum Pflaster für große Gefühle.
So entsteht langsam ein Muster: Wir essen, um Gefühle zu unterdrücken und lernen nicht, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen können.
Und irgendwann ist Essen unser Allheilmittel geworden
Es unterdrückt die Gefühle, die wir nicht spüren wollen. So als würde es sich wie eine Decke auf sie legen, damit sie nicht hochkommen und wir sie nicht aushalten müssen.
Natürlich nicht bewusst – sondern tief verankert, wie ein Gefühls-Unterdrückungs-Autopilot.
INTUITIVES
ESSEN?
die Lösung ist also
klingt schön, hat bei mir aber
NICHT
FUNKTIONIERT
„Ich esse einfach, wenn ich Hunger habe – und höre auf, wenn ich satt bin.“
Klingt logisch. Aber ich habe gar nicht gespürt, was Hunger und Sättigung wirklich sind.
„Intuitives Essen – das ist doch ganz leicht.“
Nicht, wenn man Essen jahrelang benutzt hat, um Gefühle zu unterdrücken und emotionales Essen oder Essanfälle entstanden sind.
„Ich will meinem Körper vertrauen.“
Ich war vom Körper und meinen Gefühlen komplett abgeschnitten. Ich konnte ihn nicht mehr hören.
„Warum klappt das bei mir nicht?!“
Weil ich zuerst lernen musste, meine Gefühle wahrzunehmen – und auf andere Weise mit ihnen umzugehen.
„Ich muss nur disziplinierter sein.“
Nein. Ich musste verbundener sein – mit mir selbst, nicht strenger.
Die Lösung war also wieder
mit mir selbst
und meinen Gefühlen
verbunden zu sein
Und ja, ich habe bei
der Erkenntnis auch
die Augen
verdreht…
… denn ich konnte mit diesem
SELBST-LIEBE-HYPE
nichts anfangen
Lieb dich selbst… umarme dein inneres Kind… du bist genug...
Ehrlich? Ich hab's nicht gefühlt. Gar nicht.
Die Wahrheit ist: Ich wusste gar nicht, wer ich wirklich war. Ich war so sehr damit beschäftigt, zu funktionieren, stark zu sein, alles im Griff zu haben – dass ich den Kontakt zu mir selbst verloren hatte.
Was ich wirklich brauchte, war kein Satz auf einer Postkarte.
Ich musste lernen, mich wieder zu spüren.
Zu merken, wann ich traurig war. Oder wütend. Oder einfach überfordert. Und dann nicht automatisch zum Essen zu greifen.
Ich habe nicht abgenommen, weil ich plötzlich mein Spiegelbild geliebt habe. Ich habe abgenommen, weil ich begonnen habe, anders mit mir umzugehen. Nicht mit einer Diät. Nicht perfekt. Nicht immer sanft. Aber irgendwie echter.
Es war und ist ein Prozess.
Zurück zu mir.
Der erste Schritt?